Aline Bock

Aline Bock

Aline ist nicht nur eine der besten deutschen Snowboarderinnen und Freeride World Tour Champ, sondern obendrein eine leidenschaftliche Surferin, Bikerin und Kaffeetrinkerin. Für ihren sechsmonatigen Roadtrip füllt sie ihren CLIFF deshalb mit Boards, Bikes & Bohnen.

Aline, Du wirst bald auf einen sechsmonatigen Trip mit Cliff aufbrechen. Aber Neuland ist das ja nicht für Dich?!

Nein, ich bin sozusagen mit der Camping-Flasche groß gezogen worden. Wir waren als Familie immer nur auf Camping-Urlaub, ich kenne es gar nicht anders. Und ich will es auch gar nicht anders. Ich bin nicht so der Hoteltyp. Ich genieße es auch sehr anzuhalten, wo ich will. Dort, wo gerade der Schnee am Besten ist, oder die Welle – oder die Landschaft und die Menschen. Aber es ist das erste Mal, dass ich für so lange Zeit alleine unterwegs bin und das ist schon Neuland.

Du bist sonst meist mit Deiner Kollegin und Freundin Lena Stoffel unterwegs. Ihr seid auch zusammen Teil des Sunlight Teams geworden.

Ja, damals bei unserem Trip nach Norwegen für unseren Film „Way North“. Larry ist uns damals so schnell ans Herz gewachsen.

Larry?

So haben wir unser Wohnmobil damals getauft. Keine Ahnung, wie wir auf den Namen kamen. Larry war extrem beliebt, nicht nur bei uns. Ich weiß noch, wie wir bei kalten Temperaturen an der norwegischen Küste surfen waren. Wir parkten Larry zwischen ein paar Busse. Einige der Jungs dort hoben ihre Augenbrauen bei unserem Anblick. Aber wir hatten wohlige Wohnzimmeratmosphäre und viel Platz. So kamen die anderen aus dem kalten Wasser, wärmten sich bei uns auf, tranken Tee und Kaffee – und verrieten uns die besten Insider-Tipps. Larry hat sozusagen das Eis gebrochen oder ihre Herzen erwärmt.

Hast Du für Deinen langen Trip alles perfekt durchgeplant?

Nein, überhaupt nicht. Roadtripping funktioniert für mich nicht mit fixem Plan. Es geht um Freiheit und Flexibilität. Ich habe all meine Sportutensilien dabei. Mein Bike hinten drauf, meine 4 Boards auf dem Dach. Ich weiß, dass ich in Schweden starten werde, ich würde sehr gerne nach Island, ansonsten eben immer die Küste entlang, Frankreich, Spanien, Portugal, Marokko. Aber wann ich wo bin, das weiß ich nicht. Ich will spontan sein und würde mir wünschen, dass auch immer wieder Freunde dazu stoßen und mit mir und Cliff eine Zeit verbringen. 

Von Larry zu Cliff – gefällt Dir der Name?

Ja, irgendwie sehr. Ich mag auch die Vorstellung, dass er männlich ist. Vielleicht weil ich so das Gefühl habe, einen Beschützer dabei zu haben. Sechs Monate allein in einem Camper Van, das wird ein Abenteuertrip, aber ich habe auch durchaus Respekt davor. Da ist es schon schön, Cliff als sicheren Hafen zu haben.

Was läuft bei Dir?

Hörbücher! Und Podcasts. Und ich werde mir sicherlich ein paar Spotify-Listen von anderen Van-Lifers anhören...

Was musst auf Tour einfach mit?

Ich achte schon auf Leichtgepäck, aber ich habe ein oder andere Bild dabei. Und ich bin der totale Kaffeefreak. Meine zig Kaffeemaschinen müssen mit, meine Mühle, mein Milchschäumer, Kaffeebohnen – das ganze Repertoire.

Das klingt nach Café Cliff?!

Ja (lacht), wer weiß, vielleicht werden wir zum Rolling Café Cliff.