Andrew Cotton

Andrew Cotton
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Riesige Monster sind sein Element! Der Engländer Andrew „Cotty“ Cotton (38) ist einer der weltbesten Big Wave Surfer. In den 2010er Jahren machte er gemeinsam mit Surf-Ikone Garrett McNamara Nazaré in Portugal zu dem Big Wave-Spot schlechthin. Dort erlitt er aber 2017 auch seinen härtesten Sturz: ein Wipeout beim Ritt auf einer 18 Meter-Welle (bei weitem nicht die höchste seines Lebens) brach Andrew sich einen Lendenwirbel. Er kämpfte sich zurück, trainierte hart (körperlich wie mental) und war ein Jahr später wieder zurück in den Monsterwellen von Nazaré Nachdem er jahrzehntelang immer Zimmer in Surf-Spots gemietet hat, ist Cotty dank seines neuen Sunlights zum „absoluten Mobile Home-Fan“ konvertiert. „Der Van ist einfach verrückt“, sagt er – und brüht fleißig Kaffee, denn mit seinem V66 ist er jetzt für die Surfer Community zum neuen Coffee Spot am Strand geworden… Wir sind superstolz, Andrew an Bord der Adventure Crew zu haben.
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Andrew, wie kommt ein Kerl aus Südengland darauf, sein Leben damit zu verbringen, auf Monsterwellen zu reiten?

ANDREW Ich habe einfach immer das getan, was mir Spaß gemacht hat. Und das war Surfen. Ich bin am Strand aufgewachsen und wollte immer professioneller Surfer werden. Ich liebe das Meer, das Wasser. Es war schon immer ein Ventil für mich. Aber ich war im Wettkampf-Surfen wirklich schlecht. Ich merkte allerdings, dass meine Stärke in den großen Wellen liegt. Und so folgte ich meiner Leidenschaft und habe nicht aufgegeben.

 

Was braucht es, um in den Riesenwellen gut zu sein?

ANDREW Vor allem die entsprechende geistige Haltung. Du musst gut mit Angst umgehen können. Ich mag Risiko, ich mag es, Dingen zu begegnen und Erfolg zu haben. Über die Jahre hat sich das alles einfach entwickelt. Es ging in Hawaii los, wo ich mit 19 die ersten großen Wellen gesurft bin, dann kam ich zurück nach Europa, entdeckte Spots in Irland und schließlich in Portugal.

Es ist ein unfassbar anspruchsvoller Sport. Dein Körper wie Dein Kopf müssen extrem fit sein – wie trainierst Du?

ANDREW Fitness ist essentiell. Je fitter du bist desto geringer das Risiko, dass du ertrinkst. Aber ich mag hartes Training. Kraft ist die Basis und für die Ausdauer bin ich viel auf dem Rad unterwegs. Dazu kommt Yoga für die Flexibilität und um Positionen lange zu halten. Vor etwa zehn Jahren habe ich mich dann mehr mit der Atemtechnik beschäftigt und bemerkt, wie sehr sie unser vegetatives Nervensystem beeinflussen kann. Du kannst deine Emotionen, deine Ängste, deinen Körper durch die Atmung steuern. Es ist unglaublich, wie viel mehr man dadurch pushen kann. Ein Atem ändert alles.

Du warst Dein Leben lang unterwegs, hast aber immer in Wohnungen gelebt. Kamst Du nie auf die Idee, einen Camper anzuschaffen?

ANDREW Ehrlich: Das war nie mein Ding. Dachte ich. Ich bin immer mit meinem Auto nach Portugal gefahren und habe mir dann ein Apartment gemietet. Gleichzeitig bist du als Surfer immer auf der Jagd nach den besten Wellen. Du schaust nach dem Wetter, nach den Charts und Surf-Reports und dann fährst du an die besten Spots.  Als ich dann von Sunlight den ersten Van bekam, war ich innerhalb einer Woche total bekehrt. Ernsthaft, es ist verrückt. Einfach zu gut! Ich hätte niemals gedacht, dass es so komfortabel sein würde.

Gibt es noch Plätze, die Du unbedingt sehen willst?

ANDREW Da gibt es eine Ecke in Galizien, im Nordwesten von Spanien. Da soll es tolle Buchten geben, die ich mir bald anschauen möchte.

 

Hast Du als neuer Camper-Fan schon irgendwelche Tipps parat?

ANDREW Je mehr du unterwegs bist desto mehr lernst du dazu. Ich schaue vorher immer auf GoogleMaps, ob die Straßen auch Camper-kompatibel sind. Und wenn du ein Sunlight hast, musst du immer mit Besuch rechnen. Das habe ich gelernt. Es ist verrückt, aber die Leute kommen vorbei und können gar nicht fassen, wie cool es ist. Dann machen sie es sich gemütlich und fragen nach Kaffee. Irgendwie bin ich jetzt der neue Coffee Spot am Strand geworden.

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Immer auf der Suche nach den größten Wellen