Ali Clarkson

Ali Clarkson
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Der 34-jährige Ali Clarkson ist einer der besten Trial-Fahrer Großbritanniens. Er stammt aus West Yorkshire, lebt in Glasgow, ist auf Tour mit der Drop and Roll-Show und fährt jetzt mit seinem Sunlight T69L zu den besten Trails und Spots von der Isle of Skye bis in die Dolomiten.
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Hi Ali, wie wird ein englischer Junge zum Trial-Fahrer?

ALI Indem er nicht so gut in der Schule ist und Freunde hat, mit denen er sich auf dem Rad batteln kann: Wer schafft es am weitesten im Wheelie, wer hüpft am Höchsten, wer kann auf was fahren. Das war die Zeit vor dem Internet und ich hatte keine Ahnung, was wir da machen. Irgendwann bekam ich ein Magazin in die Finger und da stand was von Trial Biking – und es klang nach genau dem, was wir machten. Ich nahm an meinem ersten Wettbewerb teil, wurde vorletzter, aber hatte viel Spaß und machte immer weiter.

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Was ist für Dich Freiheit?

ALI Ich glaube, das ist bei vielen von uns ähnlich: Auf dem ersten Rad erlebst du die ersten Freiheitsgefühle. Du fährst los, weg von zu Hause und entdeckst die Welt. Bis heute ist es für mich total wichtig, mobil zu sein. Ich mag es, so wenig festgezurrt zu sein wie möglich – und deshalb passt für mich auch der Sunlight Claim „Freedom is my Life“ so gut. Ich will nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort sein. Ich will biken bis die Sonne untergeht, essen, wann ich will und schlafen, wo ich will.

Und wo schläfst Du am liebsten?

ALI Irgendwo an einem netten Spot an einer ruhigen Straße. Dazu eine hübsche Aussicht. Schön wäre auch noch ein Strand oder ein Platz, wo man ein Lagerfeuer machen kann…

Was hast Du an nutzvollen und nutzlosen Dingen dabei?

ALI Nützlich: Ich bin gern auf alles vorbereitet, deswegen ist es auch gut, so ein geräumiges Gefährt zu haben. Ich habe zig Multitools dabei, eine Säge, wenn ich mal am Trail rausräumen und Brennholz fürs Lagerfeuer. Was ich auch brauche, sind meine Bluetooth-Speaker, damit ich meine Spotify-List hören kann, wenn ich draußen chille.

Nutzloses Zeug: Dieses Jahr hatte ich wirklich auf jedem Trip meine Angelrute dabei – und habe sie kein einziges Mal benutzt. Und ein Skateboard hatte ich auch dabei, aber die Straßen waren überall zu schlecht.

Wie machst Du es Dir richtig gemütlich?

ALI Ich mag psychedelische Muster – und das, obwohl ich nicht einmal Alkohol trinke. Also habe ich für mein Sunlight die grellste Bettwäsche gekauft, die ich bekommen konnte. Dann habe ich auch noch ein Art Nouveau Bike-Poster und einen YouTube-Play Aufkleber auf dem Tisch.

Was gibt’s bei Dir zu essen?

ALI Wenn ich unterwegs beim Biken bin, dann esse ich relative gesund: vor dem Start Porridge, weil es lange Energie liefert und abends dann Pasta oder auch mal gefüllte Paprika. Ich bin kein sensationeller Koch, eher Durchschnitt, aber ich koche ganz gern. Das Abspülen ist eher das Problem.

Auf dem Rad machst Du so ziemlich alles – und dann hattest Du doch tiefen Respekt, als Du das erste Mal Dein Sunlight T69L gefahren bist?

ALI Es geht immer um die Komfortzone. Wenn du jeden Tag auf dem Rad sitzt und trickst, dann geht dir das ins Blut über. Dann ist es normal auf einer schmalen Mauer zu fahren. Beim Autofahren hatte ich eine ganz andere Komfortzone: kleine Autos eben. Aber mein T69L fuhr sich dann viel leichter als gedacht und nach wenigen Minuten war ich in meiner Komfortzone – obwohl ich mir für meine erste Fahrt die schmälste Straße Schottlands ausgesucht habe.

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Gibt es Kleinigkeiten, die Du an Deinem T69L besonders magst?

ALI Also, es ist alles andere als eine Kleinigkeit, aber ich liebe die Garage. Sie ist riesig und ich kann meine Bikes und noch tonnenweise Zeug reinpacken. Das zweite: Die Matratze ist sensationell komfortabel. Ansonsten mag ich es, dass die Schränke so schön sanft von selbst schließen und die elektrisch ausfahrende Treppe ist super – das führe ich auch den Leuten gerne vor. Außerdem war ich überrascht, wie viel Zug es hat – es bricht jetzt keine Geschwindigkeitsrekorde, aber man kommt durchaus gut vom Fleck.

Zu welchem Fleck zieht es Dich denn besonders?

ALI Die besten Mountainbike Spots sind bei uns auf der Insel Ben Lawers Ben Hope und die Trails in Dunkeld. In Italien bin ich einen Flow-Trail namens Peter Pan gefahren und ich würde gerne noch viel mehr in den Alpen fahren.

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