Roope Tonteri

Roope Tonteri
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Roope Tonteri betrat 2006 als 14-Jähriger die internationale Snowboard-Szene. 2008 startete er mit 16 in seinem ersten FIS Weltcuprennen – und landete in Moskau im Big Air prompt auf Rang 2. Er hat drei Goldmedaillen (Slopestyle & Big Air) bei Weltmeisterschaften geholt, Siege bei den Burton European Open oder dem Billabong Slopestyle eingefahren – und gilt vor allem in der Szene als einer der coolsten, entspanntesten und abenteuerhungristen Typen.
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Roope, wie viele Tage im Jahr bist Du unterwegs?

ROOPE Zu meinen ‘besten Zeiten’ waren es um die 200 Tage. Inzwischen versuche ich aber mehr Zuhause zu sein und auch mehr in Finnland zu reisen.

 

Dein erster längerer Sunlight Trip hat Dich auch nach Lappland geführt – ein Ort, den Du liebst, oder?

ROOPE Ja, es ist wunderschön dort. Aber als ich daheim losfuhr hatte ich keinen Plan, wo ich hinwollte – ich bin einfach losgefahren.  Die erste Nacht habe ich im Koli Nature Centre verbracht, einem unserer vielen Nationalparks. In der Früh war ich wandern und dann bin ich weiter Richtung Norden nach Vuokatti, wo ich früher zur Schule gegangen bin. Ich habe mich mit meinem alten Trainer getroffen, wir hatten eine kleine Session im Indoor-Park und sind danach natürlich zu Hesburger (eine finnische Hamburger-Kette). Dann ging es nach Ruka, wo sie Schnee vom letzten Winter eingelagert hatten und die Saison schon eröffnen konnten. Ich bin eine Woche am Campingplatz geblieben. Es war ein cooler Spontantrip.

 

Du gehst auch gern Angeln, bist gern in der Wildnis unterwegs – wie passt das zu Deinem Leben als gefeierter Snowboard-Star? Genießt Du es, im Reisemobil woanders hinzureisen und auch langsamer unterwegs zu sein?

ROOPE Es ist definitiv komplett was anderes, ob du mit dem Flieger zu einem großen Event reist, oder mit dem Sunlight losrollst. Ich liebe Trips, wo ich gar kein Ziel habe. Es geht mehr um die Reise als um einen Ort, zu dem man hinfährt. Und das geht natürlich perfekt mit einem mobilen Zuhause. Es ist so einfach – ich muss kein Hotel buchen, ich fahre einfach los, parke irgendwo, mach eine Pause und dann geht’s weiter.

Du magst es, immer unterwegs zu sein?

ROOPE Es kommt drauf an. Aber ich mag es, die Möglichkeit zu haben weiterzuziehen und nicht irgendwo festzusitzen. Und ich bin auch gern nah dran an der Natur, da, wo vielleicht sonst niemand ist. Das geht mit einem Reisemobil. Übrigens: Die Sunlight Betten sind die Besten. Ich schlaf so gut auf den Matratzen.

 

Du scheinst für Dich die richtige Balance gefunden zu haben zwischen dem Leben als Naturliebhaber und dem als gefeierter Snowboarder?

ROOPE Ich denke, ich bin ein recht bodenständiger Typ. Ich bin gerne allein und ich bin sehr gern im Wald. Ich mache auch Waldarbeiten, aber manchmal lege ich die Säge zur Seite und laufe einfach durch die Bäume. Mein Leben kann ganz schön hektisch sein. Da ist es gut, wenn ich mal nicht durch die Welt reisen muss und mich zurückziehen kann.

 

Kochst Du denn auch im Reisemobil?

ROOPE Ja, jeden Tag. Meistens ein einfaches Pasta-Gericht. Aber im Sommer auch mal einen frisch gefangenen Fisch.

 

Was hast Du immer dabei?

ROOPE Abgesehen von meinem Angelzeug? Mein ganzes Snowboard-Zeug. Normalerweise sind das zwei, drei Boards. Mit muss auch immer mein Skateboard und meine kuksa – eine finnische Kaffeetasse aus Holz. Und natürlich meine GoPro. Oh, und Salz und Pfeffer.

 

Was für Musik hörst Du on the road?

ROOPE Ich mag alte finnische Rockmusik und einer meiner Alltime Favorites beim Fahren ist Johnny Cash.

 

Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?

ROOPE Ich will an Orte reisen, wo ich mich selbst spüren kann und ich will noch mehr von Finnland entdecken. Dann habe ich einige Filmprojekte anstehen. Ich liebe das Snowboarden immer noch so sehr. Und natürlich ist der Plan, gesund zu bleiben. Lasst uns einfach losziehen und sehen, wo es uns hinführt.