Der perfekte Winter Escape? Sardinien!

Sonne, Surfen und Camping auf Sardinien im Winter

Über den Jahreswechsel nach Sardinien? Selten die erste Reisezielwahl – und genau deshalb eine super Idee. Fotograf Moritz Reulein war mit Surfboard auf der Mittelmeerinsel und sagt uns, warum es sich so sehr lohnt – aber natürlich auch WO und WIE im Speziellen…

Darum sollte man im Winter nach Sardinien:

  • Es ist kostengünstig. Die Fähre liegt deutlich unter den Preisen der Sommersaison, oft bekommt man Tickets für unter 100 Euro. Tipp: Wir haben nur eine einfache Überfahrt gebucht, um bei der Rückfahrt je nach Wetter zu sein. Es macht tatsächlich preislich keinen Unterschied.

 

  • Es ist auch im Winter angenehm warm. Selbst im Dezember / Januar liegt die Wassertemperatur bei um 15 bis 18 Grad Celsius, die Lufttemperatur bei 12 bis 20 Grad. Wobei es sich auch noch wärmer anfühlt, wenn die Sonne scheint. Das heißt ein 4/3 mm Neopren reicht meist.

 

  • Die italienische Küche und viel Entdeckerpotenzial abseits der Massen. Man kann die Einsamkeit genießen, hat oft menschenleere Strände und eine fast karibische Kulisse.

 

  • Weil die beste Swell-Zeit von Oktober bis April ist. Die Wellenvorhersage wie auch das Wetter lassen sich auf Sardinien meist nur drei Tage einigermaßen konstant vorhersagen. Im Blick behalten sollte man West- und Nordwestküste sowie den Süden. Die konstantesten Swells kommen im Winter aus W–NW.

Das sind die besten Tipps für Surfer:

  • Der Mistral kann Spots schnell zerstören, ABER er schafft auch saubere Fenster. Du solltest nicht nur die Wellenhöhe checken, sondern immer auch die Windrichtung und die lokale Abschirmung. Eine gute Wellenvorhersage findest du unter Swellbeat.

 

  • Sardinien ist windanfällig. Um gute Bedingungen zu erwischen, sollte man sich also mit den verschiedenen Windlagen beschäftigen. Gerade kleine Änderungen können große Auswirkungen haben. Sehr verlässlich sind die Prognosen des sardischen meteorologischen Instituts, die auf regionale Besonderheiten eingehen. Ergänzend dazu bieten die grafischen Darstellungen und Animationen auf windy.com einen besonders anschaulichen Überblick über Wind- und Wellensituation. Hier findest du auch Webcams zu Wellen und Wetter.

 

  • Winter auf Sardinien heißt: Das Wetter ändert sich schnell und so ist man am besten mit Camper unterwegs, um spontan umplanen zu können.

Das sind die besten Tipps für Camper auf Sardinien

  • Viele Spot-Zufahrten sind Schotterpisten. Gerade nach Regenschauern werden sie gerne schlammig. Da ist ein Allrad-Fahrzeug hilfreich, aber nicht zwingend. Meist reicht es vorsichtig und umsichtig zu fahren und die Straße vorab zu Fuß zu checken.

 

  • Im Winter haben viele Campingplätze, Duschen und Wasserstellen geschlossen. Das heißt, man sollte unbedingt Strom und Wasser vorher planen, also Wasser bunkern, autark bleiben und jede offene Quelle nutzen, wenn sie sich bietet.

 

  • In den Wintermonaten wird das Freistehen meist toleriert, wenn man sich an die Etikette hält und kein Campingverhalten zeigt. Es gibt nur selten Möglichkeiten, den Müll zu entsorgen, deshalb schaut man am besten online nach Recycling-Höfen.

Das sind die Surfspots an der Westküste:

  • Porto Ferro bei Alghero ist der bekannteste Surfspot im Nordwesten Sardiniens. Die Bucht funktioniert besonders gut bei Mistral und liefert dann meist ordentliche, auch bei Wind noch surfbare Wellen. Gesurft wird überwiegend über Sand, wobei die Felsbereiche im Süden die Sandbänke stabilisieren. Bei größerem Swell können Strömungen auftreten. Die Wellen sind eher weich und gemütlich und damit ideal für Anfänger.

 

  • Capo Mannu liegt ziemlich mittig an der Westküste und ist eine markante Landzunge, an der sich einige der bekanntesten Spots der Westküste befinden.
    Er ist zugleich auch einer der anspruchsvollsten Spots Sardiniens, berühmt für seine kraftvollen, oft hohlen Right-Hand-Reefbreaks, die bei starkem Swell sehr groß werden können. Die Wellen brechen über Fels, sind schnell, druckvoll und etwas für erfahrene Surfer. Bei passenden Bedingungen entstehen hier einige der besten und konstantesten Wellen der Insel – allerdings mit Strömungen, scharfen Riffen und wenig Fehlertoleranz. Anfänger sind hier fehl am Platz.

 

  • Der Beachbreak von Buggerru im Südwesten ist nach Nordwesten ausgerichtet und sehr swell-anfällig, was ihn zu einem der konstantesten Spots der Insel macht. Bei stärkerem Mistral aus Nordwesten werden die Wellen jedoch schnell unsauber, weshalb für bessere Bedingungen oft der nördlich gelegene Beachbreak von San Nicolò die bessere Wahl ist. In Buggerru brechen die Wellen kraftvoll und schnell.

 

  • Unweit von Buggerru entfernt findet man Spiaggia di San Nicolò sowie das im Norden liegende Portixeddu, wo ein Hügel für etwas Windabdeckung sorgt. Er kann auch die Windrichtung beeinflussen, so dass aus Nordwest teils Nordost wird. Wie bei allen Beachbreaks sind die Sandbänke entscheidend für die Qualität der Wellen. Bei größerem Swell kann vor allem die rechte Welle gut funktionieren, dann sind jedoch viel Paddelarbeit und häufiges Abtauchen gefordert.

 

  • Im Süden der Insel versammeln sich um Chia schöne Surfspots. Hinter Cagliari findet man mit Racca Point noch einen der bekanntesten südlichen Spots der Insel. Hier gilt es, auch immer den Swell aus Süd-Osten im Blick zu behalten.

Das sind gute Stellplätze im Winter:

  • Porto Ferro: Hier gibt es mehrere Parkplätze, die im Sommer jedoch oft voll sind. Es gibt auch einige Berichte über Einbrüche – generell sollte man also bei Park4Night oder Google die Rezension checken und schauen, wie sicher der Platz ist.

 

  • Rena Majore (direkt am Strand)

 

  • Porto Palmas im Norden: Vom Strand führt eine Dirt Road Richtung Norden zu schönen Plätzen.

 

  • Sa Mesa Longa Spiaggia: Parkplatz bei Putzu Idu – hier erreicht man zu Fuß in 5 Minuten einen Reiterhof mit leckerer Pizzeria.

 

  • Piscinas (Spiaggia di Piscinas): Ein schöner, großer Strand mit vielen Dünen, aber die Anfahrt verläuft nicht über den Norden – sonst hat man zwei Fluss-Durchfahrten und die Straße wird sehr eng. Stattdessen über Ingurtosu, da ist die Anfahrt auch mit Camper Van möglich.

 

  • Buggeru: In einer traumhaften Kulisse direkt am Strand hat der Stellplatz ganzjährig geöffnet – inklusive Versorgung und Entsorgung.

 

  • Insel Sant’Antioco: Costiera di Macori & Spiaggia Grande (im Norden der Bucht)

 

  • Is Solinas: Hier gibt es einen Stellplatz mit Entleerung und Versorgung sowie einer netten Bar – UND es ist auch ein perfekter Spot, um Flamingos zu beobachten.

 

  • An der Ostküste: Budoni – Baia Bolmo – Beach Chiosco Bar Porto Ainu. Das ist perfekt für die Nacht vor der Rückfahrt mit der Fähre. Von hier ist man in ca. 30 Minuten in Olbia.

Tipps & Trips

Tipps & Trips Mehr

Die perfekte Winterflucht: Ab nach Spanien

Follow the Sunlight: Mit Camper & Bike nach Spanien im Winter

Zur Story
Französisches Bett in dem T 58 mit Küchenzeile

T 58: Unser Shortie mit großen Gefühlen

Der T 58 ist unser kürzester Teilintegrierte und dabei doch einer mit großem Raumgefühl.

Zur Story

Die mystische Magie der Färöer

Mit dem IBEX durch mystische Landschaften und raue Küsten

Zur Story
Ein Mann steht am Rande eines Gipfels mit den Skiern in der Hand und darunter ist das Meer

SKITOUREN-TRIP NORWEGEN

FLITTERN, FIRN UND FJORDE

Zur Story
Adventure Crew Mitglied Korbinian Engstler auf seinem Bike vor dem CLIFF 4x4

Herbst Vibes: Bike Flow & Dolo Glow

Bike-Roadtrip in den Dolomiten

Zur Story
CLIFF 4x4 und dahinter Berge und Nebel

Roadtrip von den Alpen bis ans Meer

Von Schweizer Pässen bis ans Mittelmeer

Zur Story
Der IBEX fährt durch einen Fluss und dahinter ein grüner Berg

FIRE & ICE: Der ultimative Island Roadtrip

No limits. No roads. Nur der IBEX – und Island.

Zur Story
Susi und Maggy laufen einen Bergweg

Alpenquerung extrem: Zwei Frauen, eine Mission

2.000 Kilometer quer durch die Alpen

Zur Story
Adventure Crew Mitglied Martin Erd läuft mit seinem Snowboard in der Hand auf den V66 zu

Heizungen im Camper: Welche ist die richtige?

Gas, Diesel oder Strom – finde die perfekte Camper-Heizung

Zur Story
Viktor Novak neben dem Greentrek

Die Entdeckung der Freiheit

Ein Trip durch Rumänien

Zur Story
Der Teilintegrierte Adventure fährt auf einem Wiesenweg entlang und dahinter sind Berge

Unsere neuen Reisemobil-Highlights

Mehr Schlafplätze, mehr Stauraum, mehr Freiheit.

Zur Story
Gian Marco Pepe beim Kitesurfen im Meer in der Ferne

Kite-Spot-Guide Sardinien mit dem Camper

Der perfekte Insel-Rundtrip für Kiter

Zur Story
Sunlight CLIFF Adventure der auf einer Wiese steht

Besser wird’s nicht: Bikepark-Trip durch Frankreich & Spanien

Mit dem Sunlight CLIFF quer durch Europas Bikepark-Hotspots

Zur Story

CLIFF 540 V – VANLIFE. Anders als alle anderen.

Unsere Dreiraum-Traumwohnung auf Räder!

Zur Story

GREENTREK – Der junge Wilde

Raus aus der Komfortzone, rein ins Unwegsame.

Zur Story