Vivian Bruchez fra

Vivian Bruchez ist einer der weltbesten Steilwandskifahrer. Geboren und aufgewachsen in Chamonix ist er ein Top-Athlet auf Schnee und am Fels, ein Abenteurer, Bergführer und Ausbilder.

 

Sein Film T’es pas bien là könnt ihr auf Netflix sehen, seine Steilwandfahrt Entre les lignes auf Amazon Prime und seine Worte, die könnt ihr hier lesen:

Vivian, Du bist in Chamonix aufgewachsen, stammst aus einer Familie mit langer Bergführer-Tradition – hätte da Dein Weg auch anders aussehen können?

Vivian: Ich bin schon am richtigen Ort geboren, muss ich sagen. Natürlich stehen dir in Chamonix alle Türen offen und ich habe auch ein Studium begonnen – aber das war es nicht. Ich bin schon immer auf Skiern gestanden. Ich war 4 Jahre alt, als ich das erste Mal die nicht gerade flachen Pisten von Les Grands Montets gefahren bin. Ich bin lange Zeit Rennen gefahren – Alpinski, Ski Cross, Freeride. Und mit 19 habe ich dann meine erste Solo-Steilwandfahrt gemacht – die Mallory-Porter Route an der Nordwand der Aiguille du Midi. Da habe ich gespürt, dass ich voll in meinem Element bin.

Und Du warst der jüngste Bergführer in der legendären Compagnie des Guides de Chamonix. Was macht für Dich einen Bergführer aus?

Vivian: Es geht um die Natur, aber auch um den Menschen. Du willst deine Liebe zur Natur teilen, sie vermitteln. Dafür musst du allerdings eine zwischenmenschliche Beziehung aufbauen. Du musst zudem die Menschen lesen können, musst spüren, wo ihre Ängste, ihre Grenzen liegen.

 

 

Und bei dem, was Du tust, muss man auch die Wand eines Berges lesen können. Wie findest Du Deine nächste Line?

 

Vivian: Ich bin sehr neugierig. Wenn ich an einen neuen Ort komme, dann suche ich nach einem ikonischen Berg. Oft tragen die Pensionen oder Hotels einen Bergnamen oder in der Bäckerei hängt ein Foto. Das ist der erste Schritt. Dann schaue ich mir Karten an, Google Maps und auch RealityMaps, die ist ziemlich gut und zeigt dir präzise 3D Reliefs. Ich mache eine erste entspannte Skitour, um zu sehen, wie die Bedingungen sind, wie sich der Schnee anfühlt. Und dann setze ich all die Puzzle-Stücke zusammen. Wichtig ist auch noch Visualisierung – sie hilft mir enorm.

Visualisierst Du auch vor einem Drop-in? Oder wie sieht Deine Routine aus, bevor es in die Steilwand geht?

Vivian: Ich befreie meine Bindung und meine Schuhe vom Schnee. Ziemlich akkurat. Und genauso reinige ich meinen Kopf. Er muss leer sein. Flugmodus beim Smartphone. Bloß keine Ablenkung. Absoluter Fokus.

 

 

Was zieht Dich an einer Line an?

Vivian: Es ist eine Mischung aus mehreren Dingen. Die Schönheit des Berges, die Ästhetik der Line. Und auch die Geschichte dahinter. Es muss kein Berg sein, der einen großen Namen trägt. Es geht vielmehr darum, die richtigen Leute zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben.

 

Wie definierst Du Angst?

Vivian: Für mich ist es kein schönes Gefühl. Mein Körper wird heiß, mein Puls geht hoch, ich fühle mich fragil. Ich habe häufig Zweifel – aber Zweifel bedeuten, du kannst an einer Lösung arbeiten. Wenn ich Angst empfinde, bedeutet das, dass es zu spät ist. Deshalb ist es so wichtig, perfekt vorbereitet zu sein.

Wenn Du mit irgendjemand Skifahren gehen könntest, wer wäre das?

Vivian: Meine Töchter.

 

 

Gibt es etwas, das Leute an Dir völlig falsch verstehen?

Vivian: Ich glaube nicht, weil ich ein sehr ehrlicher Mensch bin – manchmal zu ehrlich wahrscheinlich. Ich versuche, immer nett und authentisch zu sein. Ich habe Respekt vor der Natur und Respekt vor den Menschen. Hallo sagen, lächeln, das ist so meins…

Vivians Camper: CLIFF 590 4×4

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