Winterflucht: 5 coole Spots im Warmen
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5 Tipps für deine Winterflucht

Deine Sehnsucht nach Sonnenstrahlen ist groß, dein Kopf juckt unter der Mütze und deine Füße wollen raus aus den Stiefeln? Dann pack deinen Camper und mach dich auf gen Süden. Hier kommen unsere 5 Top-Tipps für deine Winterflucht.

 

Côte d’Azur, Frankreich

Beginnen wir mit dem Ort, der seit Juli 2021 als „Winterurlaubsstadt an der Riviera“ Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist: Nizza. Eine etwas merkwürdige Auszeichnung, mag man denken, aber sie reicht tatsächlich auf Nizzas Tradition als „Wintersalon“ zurück. Bis Ende des 19. Jahrhundert kam man nämlich im Winter an die Côte d’Azur – zumindest, wenn man wohlhabend war…
Nach Monaco, Cannes, Nizza kommt die noble Klientel bis heute – allerdings auch viele andere mehr und das vor allem in der warmen Jahreszeit. Während man im Sommer auf der Straße wie an der Strandpromenade im Stau steht, kann man im Winter entspannt flanieren und Yachten betrachten. Und vor allem kann man als Sportler:in im Hinterland super wandern und biken. Nicht zuletzt findet mit Roc d’Azur eine der größten MTB-Events Europas hier in Fréjus statt. Und im Februar blüht Nizza dann schon mächtig auf – u.a. mit der Blumenschlacht, der Batailles des Fleurs, auf dem drittgrößten Karnevalsumzug der Welt.

Sintra, Portugal

Portugal ist immer eine gute Idee. Das Essen, die Menschen, die Natur, das Meer. Kein Wunder, dass Digitale Nomaden, analoge Surfer und glückliche Rentner so gerne an der Algarve überwintern.
Aber auch wer nicht nur Meer und Wellen sucht, wird im Westen der Iberischen Halbinsel eine Traumzeit erleben. Zum Beispiel in Sintra. Die alte Maurenstadt – übrigens ebenfalls UNESCO Weltkulturerbe – liegt nahe Lissabon und ist geprägt von ihren Palästen. Ja, Plural: dem Stadtpalast Palacio Nacional, dem fantastisch-verrückten Palacio da Pena (Portugals Neuschwanstein), das Mauerwerk des Castelo dos Mouros oder die Quinta da Regaleira, ein Anwesen mitten im historischen Zentrum von Sintra.
Außerdem ist es nicht weit nach Lissabon und nicht weit zum Strand UND schon gar nicht weit in das Sintra-Gebirge, das durchzogen ist mit Trails. Bei um die 15°C in den Wintermonaten lässt es sich richtig gut biken. Wer Guides sucht: Das Team von WeRide.pt ist sehr engagiert.

 

 

Leonidio, Griechenland

Strand statt Halle? Unbedingt! Aber wohin? Kalymnos, ruft der Kletterkollege und alle nicken. Ja, klar. Die Insel gilt als der Kletter-Hot Spot und Myrties als das Arco Griechenlands. Doch für die Fels-Meer-Traumkombi muss man nicht bis auf die Insel vor der türkischen Küste reisen. Wie wäre es stattdessen mit der Ostseite der Peloponnes, der Halbinsel im Süden Griechenlands? Dort findet sich der Ort Leonidio, der inzwischen gar kein so geheimer Geheimtipp mehr ist – dank sensationellen Felswänden mit Blick auf die Ägäis und dem nahezu ursprünglichen Strand ohne Hotelburgen. Um die 2300 Routen gibt es hier in den 90 Sektoren in jeglichen Schwierigkeitsgraden und Längen und unterschiedlicher Felsqualität. Es gibt ausreichend Material für Beginner und Genusskletterer, aber genauso auch für ambitionierte Sport- und Mehrseillängen-Kletterer. Und dazu Meeresbrise statt Kletterhallenmief.

Vinschgau, Südtirol

Nicht jeder von uns hat die Möglichkeit, gleich über Wochen dem Schmuddelwetter zu entfliehen. Wohin also, wenn man mit ein paar Tagen auskommen muss? Ein naheliegender Tipp wäre Südtirol. Man mag es auf der Tiroler Seite am Reschenpass vielleicht noch nicht glauben, aber mit jedem Meter, den man tiefer in den Vinschgau hinunterrollt, wird es unwinterlicher. Vom inneralpinen Trockenklima spricht man hier und beim nordseitigen Sonnenberg gar von einer Steppenvegetation. Natürlich muss man das Wetter im Auge haben, aber die Chancen stehen nicht schlecht, dass man im Westen Südtirols milde Temperaturen vorfindet und der Niederschlag von den flankierenden Ötztaler Alpen und dem Ortler-Massiv abgeblockt wird – und man so selbst im Dezember in der Sonne biken gehen oder die Waalwege erkunden kann.

 

Locarno, Tessin
Ähnliches gilt für das Tessin: Auch der wärmste (und auf der Alpensüdseite gelegene) Kanton der Schweiz ist klimatisch verwöhnt. Doch während es im Sommer um den Lago Maggiore trubelt und wuselt, ist es im Winter wunderbar ruhig – die meisten Touristen bleiben einfach in den Skigebieten im Norden hängen. Rennradler sieht man allerdings durchaus. Sie umrunden den See (160 km, die man aber mit der Fähre auf 90 km abkürzen kann) oder erklettern die gen Süden ausgerichteten Bergstraßen. Auch biken kann man oft das ganze Jahr über – zum Beispiel am Monte Brè, dem Hausberg von Locarno. Und ansonsten? Das wunderbar wilde Maggia-Tal erkunden, unter Palmen am Lago sitzen und in den Grotti Polenta genießen.

 

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