Andrew Cotton: Mentaltraining eines Big-Wave-Surfers

So trainiert Big Wave-Surfer Andrew Cotton seine mentale Stärk
Adventure Crew Mitglied Andrew Cotton surft eine hohe Welle entlang
Adventure Crew Mitglied Andrew Cotton auf einer hohen Welle mit dem Surfbrett

Wir sind superstolz, Andrew Cotton in unserer Adventure Crew zu haben. Er ist einer der weltbesten Big-Wave-Surfer. Cotty ist ein Pionier, ein Abenteurer, einer, der immer pusht und immer die größten Wellen jagt. Hier gibt er uns Einblicke in sein Mentaltraining, während er entlang der portugiesischen Küste cruist…

Andrew, was sind deine Lieblingsplätze in Portugal – abgesehen natürlich von Nazaré?

Gerade im Winter, wenn die Wellen in Nazaré flach bleiben, fahre ich einfach die Küste entlang nach Norden – und suche mir irgendwo einen Spot. Solo surfen, Kaffee kochen, im Van abhängen. Das sind keine klassischen Surf-Spots mit Infrastruktur, eher kleine Zonen. Aber die Wellen machen Spaß.

Du hast einen der gefährlichsten Jobs der Welt. Wie schaffst du es, Respekt und Angst so zu kontrollieren, dass sie dich nicht lähmen?

Angst ist gesund, Panik ist tödlich – das wissen wir alle. Für mich geht es darum, Angst schrittweise zu trainieren und weiter zu pushen. Du gewinnst an Selbstvertrauen, indem du in einer kontrollierten Umgebung, das trainierst vor dem du Angst hast. Bei mir ist das die Angst zu Ertrinken. Also trainiere ich genau das – ich halte meinen Atem und bin lange im Swimming Pool unter Wasser, wo es für mich sicher ist. So kann ich meine Grenzen ausweiten. Die Angst muss bleiben. Aber ich muss sie kontrollieren können.

„Ich visualisiere das beste Szenario, aber trainiere für das schlimmste Szenario.“

Was gilt es unter Wasser zu tun, wenn ein Wipeout unvermeidlich ist?

Loslassen. Das ist das Wichtigste. Panik entsteht im Kopf, du verbrennst Sauerstoff und dann wird es richtig gefährlich. Ich habe gelernt, meine Gedanken auszuschalten und in einen Zustand zu kommen, in dem ich es genieße – selbst die schlimmsten Momente. Es gibt unterschiedliche Techniken. Andere singen Lieder oder denken sich an schöne Orte – ich persönlich komme am besten damit klar, wenn ich an gar nichts denke.

Wie schaffst Du das? Welche Techniken setzt Du ein? Visualisierst Du oder hast Du bestimmte Rituale?

Rituale habe ich keine. Aber ich visualisiere. Ich visualisiere das beste Szenario, aber trainiere für das schlimmste Szenario. Das heißt, ich stelle mir nie vor, wie ich falle, sondern wie ich die Wellen reite. Und im Training geht es darum, mich auf das Härteste vorzubereiten. Deshalb mache ich meine Atemübungen nicht irgendwie meditativ, sondern bei hoher Herzfrequenz – in Zone 2, 3, manchmal 4. Und so lerne ich, mit diesen Situationen zurechtzukommen – du lernst, dich in den unangenehmsten Momenten wohlzufühlen. Je öfter du das in einer kontrollierten Umgebung machst, desto vertrauter sind dir diese Gefühle, wenn sie unkontrolliert kommen.

 

Es gibt verschiedene Atemtechniken. Bevor ich in eine große Welle gehe, leere ich meine Lungen komplett. Schnell alles ausatmen. Dann nehme ich einen tiefen, vollen Atemzug und visualisiere auch, wie sich meine Lungen von unten nach oben wieder füllen: Bauch, Rippen, Brust, Hals.

„Du lernst, dich in den unangenehmsten Momenten wohlzufühlen.“

War es nach Deinem Wirbelbruch 2017 in Nazaré schwerer, körperlich zurückzukommen oder mental?

Ich hatte das große Glück, die besten Physiotherapeuten und die beste medizinische Versorgung zu haben. Das hat mir körperlich enorm geholfen. Ich hatte ein klares Programm, das ich verfolgt habe und die Fortschritte waren messbar. Du siehst es einfach. Das ist mit der mentalen Seite. Man denkt, man ist so weit – und dann bist du wirklich wieder im Wasser, in denselben Situationen, und merkst: Ich bin noch nicht, wo ich sein sollte. Es hat kein Jahr gedauert, bis mein Körper wieder fit war. Aber mein Kopf hat anderthalb, zwei Jahre gebraucht.

Du machst das schon ewig, Andrew – und surfst noch immer auf höchstem Niveau. Was treibt dich an?

Ich liebe es, mich zu pushen – im Training, im Wasser und auch im Leben. Sport hat mich immer geprägt. Er gibt mir Sinn. Ich wache morgens auf und habe ein Ziel. Training, Vorbereitung, Ausrüstung checken – ich brauche das. Das ist wohl, was mich antreibt.

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