Moritz Reulein ger

Surfer, Biker, Freerider, Läufer, Paraglider – der Ulmer Moritz Reulein (@moritz.reulein) verbindet seinen ausgeprägten Drang nach Draußen mit seinem Job als Fotograf und Filmer. Wobei er seine Trips in der Jugend noch als Würstlverkäufer finanzierte…

Moritz, wie viele Tage, Wochen im Jahr bist Du unterwegs?

So an die 14 Wochen, schätze ich.

 

 

Wie kamst Du zum Reisen?

Ich bin in der Jugend im Ski Alpin-Kader gefahren und war da den Winter ständig unterwegs. Im Sommer waren meine Eltern mit mir die gesamte Ferienzeit am Atlantik zum Surfen. Und das hat dann einfach nicht aufgehört. Das Ziel war mit wenig Geld so lange wie möglich unterwegs zu sein. Ich habe auf dem Markt Würstchen verkauft, um dann wieder loszuziehe – mit irgendwelchen Autos, in die eine Matratze hineingepasst hat.

Aus Dir wurde aber kein Fleischfachverkäufer, sondern ein Filmer und Fotograf. Wie hat sich das entwickelt?

Ich habe damals schon viel gefilmt und fotografiert. Man musste die Action, die wir gemacht haben, ja irgendwie einfangen. Die Faszination war damals schon da, während des Studiums kamen mehr und mehr Aufträge und so bin ich von der Hochschule direkt in die Selbständigkeit. Und die Selbständigkeit entspricht auch meinem freiheitsliebenden Charakter. Ich wäre ungern an einen Ort, einen Arbeitsplatz und eine Aufgabe gebunden.

 

 

Du arbeitest auch viel im Camper, funktioniert das gut?

Zuhause habe ich natürlich einen riesigen Monitor, Audioutensilien und einiges mehr, das ich nicht immer überall mitnehme. Aber ich habe einen kleinen zweiten Bildschirm und mein 16 Zoll MacBook und da geht der Schnitt sehr gut. Wichtig ist für mich, dass ich nicht beengt mit dem Laptop auf dem Schoß arbeiten muss, sondern einen Tisch habe. Ein vernünftiger Arbeitsplatz ist inzwischen einer der wichtigsten Punkte beim Campen.

 

 

Was wären die anderen Punkte?

Eine vernünftige Matratze inzwischen, aber die große Herausforderung war immer, die Unmengen an Kameras, Stativen, Lichtkoffern etc. für einen Job geordnet zu transportieren. Auch wenn ich privat unterwegs bin, habe ich 3-4 Kisten mit Film- und Fotoutensilien dabei. Dazu kommen dann die Surfbretter, Bike, der Gleitschirm…

Bist Du eher der Planer oder der Drauflosfahrer?

Meistens gehe ich es schon geplant an, wenn auch nicht bis ins kleinste Detail. Aber ich weiß vorab, welche Spots ich abchecken möchte und schaue in den Apps nach Stellplätzen oder Campingplätzen. Wenn man so viel Equipment dabei hat, ist es einfach auch wichtig, sicher zu stehen.

 

 

Was sind Deine favorisierten Reise-Destinationen?

Atlantik, Südtirol und Sardinien. Und ich würde gerne mal mit dem Camper auf den Kanaren überwintern.

 

 

Was sind die drei Dinge, die in deinem Van niemals fehlen dürfen?

Eine kleine elektrische Siebträgermaschine mit Akku, die man überall mit hinnehmen kann. Eine ausziehbare Solar-Akku-Lichterkette, weil man abends immer einen guten Vibe braucht, wenn man vorm Camper sitzt. Und Bip&Go, ein Telemautdienst, mit dem man in Frankreich, Spanien, Italien und Portugal die Autobahngebühren automatisch bezahlen kann und sich somit das Warten an den Stationen spart.

Schau vorbei! @moritz.reulein

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